Bewegung verbindet, stärkt das Selbstvertrauen und macht vor allem jede Menge Spaß. Unter dem Motto „Erlebnisräume öffnen“ standen die diesjährigen Schuliprojekte der AWO Kita Am Emssee ganz im Zeichen von Sport, Gemeinschaft und neuen Erfahrungen. Von April bis Juli konnten die angehenden Schulkinder aus den Angeboten Handball, Rugby, Karate, Hip-Hop und Yoga wählen. Jedes Kind nahm an zwei Projekten teil, die an vier Vormittagen stattfanden.
Geleitet wurden die Kurse von Trainerinnen und Trainern örtlicher Vereine und Anbieter, begleitet von den Erzieherinnen der Kita. Ziel der Kooperation war es, den Kindern unterschiedliche Bewegungsangebote näherzubringen und ihnen gleichzeitig erste Einblicke in das vielfältige Freizeitangebot in Wiedenbrück zu ermöglichen.
Beim Karate lernten die Kinder unter der Anleitung von Herrn und Frau Bara vom Asahi Karate Rheda-Wiedenbrück e. V. den bewussten Umgang mit Angriffs- und Abwehrtechniken. Dabei standen nicht allein die Bewegungsabläufe im Mittelpunkt. Ebenso wichtig waren Konzentration, Achtsamkeit und ein respektvoller Umgang miteinander. Durch die Fokussierung auf das Hier und Jetzt wurden Ruhe, Ausgeglichenheit und Selbstvertrauen gefördert. Als Anerkennung für ihren Einsatz erhielten alle Kinder zum Abschluss eine Medaille.
Mit großer Begeisterung nahmen die zukünftigen Schulkinder auch an der Rugby-AG mit Trainern vom ortsansässigen Rugbyverein teil. Spielerisch wurden Teamgeist, Fairness und Freude an der Bewegung gefördert. Die Kinder lernten erste Grundlagen wie Passen, Laufen und das Zusammenspiel im Team kennen und erfuhren schnell, dass Rugby vor allem vom Miteinander lebt.
Großen Anklang fand außerdem das Hip-Hop-Angebot der Tanzschule JM-Dancemoves. In einer Gruppe von zehn Kindern – überwiegend Mädchen – wurden erste Choreografien einstudiert und das Rhythmusgefühl geschult. Die Begeisterung war deutlich spürbar. „Ich melde mich dort an“, kündigte ein Kind nach der Stunde an. Ein anderes schwärmte: „Jessi, das war toll. Ich möchte Hip-Hop lernen.“ Und ein drittes berichtete stolz: „Ich kann das schon, weil ich schon zum Hip-Hop gehe. Das ist toll dort.“
Für Ruhe und Entspannung sorgte das Yoga-Angebot von Sara Bauer. Mit Übungen wie dem „Herabschauenden Hund“ oder dem „Sonnengruß“ lernten die Kinder spielerisch, ihren Körper bewusst wahrzunehmen, zur Ruhe zu kommen und neue Energie zu tanken.
Beim Handball mit Frau Flechtker vom TV Wiedenbrück standen Spiel, Spaß und Bewegung mit dem Ball im Mittelpunkt. Unterschiedliche Ballspiele förderten Geschicklichkeit, Koordination und Gleichgewicht. Natürlich durfte auch das Werfen auf das Tor nicht fehlen – begleitet von lautem Jubel über jeden gelungenen Treffer.
Den gelungenen Abschluss der Schuliprojekte bildete der letzte Kitatag. Vor ihren Eltern präsentierten die Kinder stolz ausgewählte Übungen und Bewegungsabläufe aus Hip-Hop, Karate, Rugby, Handball und Yoga und zeigten eindrucksvoll, was sie in den vergangenen Wochen gelernt hatten.
Für Kitaleiterin Frau Döhring und Frau Sonnabend, Projektkoordinatorin der Burckhard-Kramer-Stiftung, die die Angebote gemeinsam organisiert hatten, fiel das Fazit durchweg positiv aus: „Die Kooperation mit den Vereinen und Anbietern war großartig. Besonders schön ist es, dass Kinder schon früh Zugang zu den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten hier in Wiedenbrück bekommen. Das werden wir sicher wiederholen.“
Die Schuliprojekte zeigten eindrucksvoll, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen Kita und örtlichen Vereinen ist. Sie eröffnet den Kindern neue Erlebnisräume, weckt Freude an Bewegung und schafft beste Voraussetzungen dafür, dass aus ersten Erfahrungen vielleicht schon bald ein dauerhaftes Hobby wird.